Rachmaninoff Klavierkonzert No.2 in C-Moll

Um das mit der Musik hier mal ein wenig in Gang zu bringen, kann ich auch gleich mit dem 2. Klavierkonzert von Rachmaninoff (oder Rachmaninov oder auch Рахма́нинов) anfangen. Vielleicht dickster Fisch der dickfischigen Klavierkonzerte der Romantik. Kaum ein Stück hat sich innerhalb der ersten zehn Takte so in mein musikalisches Herz gebohrt, wie der erste Satz des berühmten Klavierkonzerts. Klingt wie sich nähernde Glockenschläge, mich hat es überfahren wie ein Sattelschlepper. Unfassbar. Beim ersten Hören schön laut stellen.

Der zweite Satz folgt mit prototypischem Rachmaninoff-Breitbild-Klang. Ich muss dann immer an Technicolor denken. Sehr schön, sehr Herz, sehr Schmerz, sehr Rachmaninoff. Und für das 20. Jahrhundert eigentlich so konservativ, dass es im Grunde schon wieder mutig ist.
Spätestens im dritten Satz entscheide ich mich, ob ich das Stück als solches höre, oder mich vor allem auf die feinen Klavierlinien kapriziere. Beides tolle Hörerfahrungen, entscheidet man sich für die Klavierlinien, droht die Hochachtung beinahe schon in Neid zu kippen.

Meine Haus-und-Hof-Aufnahme von Sviatoslav Richter kann ich nach wie vor empfehlen. Beinahe selbstverständliche Virtuosität, ohne sie dabei auszustellen. Möglicherweise nichts für Karajan-Allergiker. Fakultativ kann man auch gleich Herrn Rachmaninoff selbst zuhören. An Aufnahmen von Rachmaninoffs 2. Klavierkonzert in c-moll, op.18, mangelt es nun wirklich nicht.

View All

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.