The Cat Empire – Live on Earth

Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal The Cat Empire hörte. Es war vor etwa acht Jahren auf einer unbeschwerten Fahrt im Cabrio unter Palmen in strahlendem Sonnenschein. Und besser kann man vielleicht gar nicht Bekanntschaft mit dieser Band schließen. Eine sommerhafte Mischung aus Latin, Jazz, HipHop und Pop. Schon damals wurde mir nahe gelegt, unbedingt ein Live-Konzert zu besuchen, was mir nicht sehr einfach erschien, angesichts der Tatsache, dass diese bis dato vor allem in Australien besucht werden konnten.

Als nun Ende März die ersten Sonnenstrahlen sich bequemten den Frühling einzuläuten, bekam ich das Live-Doppelalbum Live on Earth in die Hände. Wieder sehr gutes Timing. Seitdem höre ich die Mitschnitte. Jeden. Einzelnen. Tag. Manchmal mehrfach, ich höre kaum noch etwas anderes und ich fürchte das wird noch den ganzen lieben Sommer so gehen.

Ein gutes Zeichen ist es ja oft, wenn Live-Versionen länger dauern als die Studio-Versionen. Unter vier Minuten geht hier so gut wie kein Track, hier und da gibt es Lieder, die über zehn Minuten andauern und doch viel zu kurz sind. Die Jazz-Einflüsse nehmen zu, Trompeten, Percussion, Keys dürfen sich in ausgiebigen Soli und Duetten austoben. Live on Earth ist durchtränkt mit einer musikalischer Energie, die manchmal fast schon weh tut. Immer wenn man sich am Limit wähnt, wird einfach noch einmal drauf gelegt.

Leider gibt es kaum gute Videos im Netz, die diese Kraft in gleichem Maße aufweisen, dafür fehlt allein schon eine gewisse Tonqualität. Aber erahnen lässt sie sich durchaus.

Seit meiner ersten Begegnung mit The Cat Empire sind einige Jahre vergangen. Ich halte die Vorstellung, ein Cabrio zu besitzen für außerordentlich beknackt. Aber wenn ich eines hätte, dann würde ich damit herumfahren, nur um Live on Earth wieder und wieder zu hören und dabei ein paar Runden zu drehen.

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