Fleabag

Großartiges von der BBC: Gerade ist die zweite Staffel Fleabag erschienen. Tolle und wahnsinnig kompakte Dialoge. Selbst das Gimmick der Serie, das Brechen der vierten Wand wird nicht lästig, da die Serie nicht nur mit Phoebe Waller-Bridge, die die Serie auch geschrieben hat, super besetzt ist. Tatsächlich wird in Staffel Zwei selbst dieses Element noch gebrochen, überraschender als mancher Twist in Game of Thrones

Und es guckt sich schnell weg. Eine Staffel hat man in drei Stunden durch. Es lohnt sich.

Picard

Für mich war Picard immer der prägendste Kapitän der Enterprise. Er steht wie ein Symbol für das Franchise. Ich nehme an, in dem kommenden Serien-Aufguss wird Picard irgendwie wieder ans Steuer geholt. Aber als ich ihn so im Ruhestand sah, dachte ich noch, dass ich das eigentlich ganz gerne sehen würde: Picard und sein Leben im Ruhestand, eine Science-Fiction-Serie im Alltag. Was macht man da eigentlich so? Wein anbauen, wenn man ihn auch aus dem Replikator ziehen könnte?

Six Feet Under – Season 2

Alle Charaktere haben eine Stimme. Claires wird plötzlich nachträglich ein künstlerisches Talent und Interesse angedichtet. Ergänzt sich aber gut. 

Das tolle an Six Feet Under: Jedes Mal bin ich emotional an anderen Stellen dabei. Diesmal stärker bei Claire – auch Ruth ist spannender als bei den letzten Durchgängen.

Obwohl schon einiges los ist bei den Fischers, erscheinen die Probleme und Sorgen noch ganz leicht, ganz unbeschwert. Es wird alles schwerer und dichter werden. Das Ende der zweiten Staffel macht erst den Anfang.


Deadwood – The Movie

Nach rund 10 Jahren freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Deadwood. Der HBO-Trailer lässt ahnen, dass die Illusion trotz der langen Zwischenzeit wiederhergestellt werden kann. Beeindruckend, wie wenig die Jahre den Darsteller*innen anhaben kann und dass die Kulissen und Lichtstimmungen sofort vertraut erscheinen. Bleibt noch zu hoffen, dass das Drehbuch und der Film ebenfalls das Niveau halten können.

Oddmar

Abseits des ganzen Free-to-play-Wahnsinns gibt es auf iOS immer wieder ein paar wirklich nette Perlen zu entdecken. Eine davon ist Oddmar. Ein farbenfrohes Wikinger Jump ‘n’ Run, das es beim Leveldesign und der Produktion durchaus mit Genre-Größen wie Mario oder Raymanaufnehmen kann.

Nach und nach werden über die verschiedenen Level und Welten neue Mechaniken eingeführt. So geht es im späteren Verlauf des Abenteuers beispielsweise darum, Plattformen wie einen Heißluftballon durch passende Gewichtsverteilung durch den Level schweben zu lassen.

Wer möchte, kommt recht schnell durch die Level, schwieriger wird‘s, wenn man alle Münzen und Collectibles in jedem Abschnitt sammeln möchte, was den Wiederspielwert erhöht.

Es werden neben MFI-Controller-Support mehrere Touch-Steuerungen angeboten, die für mein Gefühl ausreichend präzise funktionieren. Der Spielstand synchronisiert sich automatisch zwischen Smartphone uns Tablet, sehr nett.

Flight of the Conchords – Live in London

Wenn ich eines liebe, dann ist es das erste HBO-Special von Flight of the Conchords. Die YouTube-Clips zu Songs wie Jenny, Business Time oder Hiphopopatamus vs Rhymenocerus habe ich mir x-mal angesehen. Was es leider nie gab: Ein Live-Album zu der Performance. Ich muss nämlich zugeben, dass ich Flight of Conchords live lustiger finde als in der gleichnamigen Serie.

Rund 10 Jahre später gibt es ein neues Flight of the Conchords HBO-Special. Diesmal mit Live-Album. Und leider ist es nicht so gut wie das erste Special. Ich mag es immer noch, insbesondere die mir bis dahin noch nicht so bekannten Lieder wie Stana oder Summer of 1353. Aber neues Material ist auf Live in London leider rar gesät. Und bei den alten Sachen finde ich die Auswahl für das erste HBO-Special besser. Schade, die Tracks hätte man gut als Bonus-Edition dranhängen können.

Trotzdem freue ich mich über das Wiedersehen mit Jemaine und Bret.

Stella Donnelly – Beware of the Dogs

Feministischer Gitarren-Pop aus Australien: Stella Donnelly legt ein beeindruckendes Debüt hin. Tolle Songs, tolle Stimme. Und die Texte haben es mir angetan: zwischen absolut brillant lustigen Textzeilen lauern Schläge in die Magengrube. Wer Courtney Barnetts Sometimes I Sit and Thing, and Sometimes I Just Sit mochte, wird auch mit Beware the Dogs viel Freude haben. 

‘Cause you’re a pretty light and I’m so attracted to ya
malaria mosquito buzzing in the shadow
Your name is up in lights, and baby, you deserve it
I wanna bring you cake back home from work, but you’re allergic.

Stella Donnelly – Mosquito