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Once More We Saw Stars

Eine Geschichte, die stellenweise wirklich schwer zu ertragen ist: Wie kann man weiterleben, wenn die zweijährige Tochter plötzlich durch einen Unfall stirbt? Wie kann man das aushalten? Kann man das aushalten? 

Eine Antwort auf diese Fragen gibt das Debüt Once More We Saw Stars von Jayson Greene. Ich vermute, dass die Geschichte auch für Menschen ohne Kinder schwere Kost ist. Hat man selbst Kinder, sind die Details, die Greene beschreibt, noch schwerer zu ertragen. Weil man als Mutter oder Vater die Geschichten und Gefühle kennt – sie sind transzendent und gleichzeitig unendlich intim. Das trifft ins Mark. Man kann gar nicht anders, als es auf das eigene Leben zu beziehen und man ahnt sofort, was ein solcher Verlust bedeuten kann. Was er in einem auslösen kann oder könnte.

Daher bin ich eigentlich nur dankbar, dass Jayson Greene, den ich bisher als Musikredakteur bei Pitchfork kannte, die Kraft hatte, die Geschichte von Greta aufzuschreiben. Und dafür, dass er sie mit allen traurigen, hilflosen, aber auch liebevollen, kraftvollen Momenten aufschrieb ohne dabei ins voyeuristische abzudriften. Eines dieser Bücher, dass man erstmal ein paar Tage lang sacken lassen muss und das den Blick auf das Leben, die Familie und die Welt verändert.

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Hi, ich bin Moritz. Parole Peng ist der Ort, an dem ich Dinge ins Internet schreibe, spreche oder wild gestikuliere. Gerne über Musik, Filme und Serien, Bücher, Spiele und Netzthemen, die mir über den Weg laufen. Oder über Dinge, die mir abseits des Wegs begegnen.

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